Sehr träges Schalten des DSG Getriebes?

  • Guten Morgen und frohes neues Jahr,


    ich möchte gerne mal in die Runde fragen ob eure Kodiaqs auch so träge schalten wie meiner.

    Ich habe den 190 PS Motor mit DSG 4x4, mir ist aufgefallen das beim z.B. überholen es gefühlt ewig dauert bis das Getrieb mal herunterschaltet und die Kiste vorwärts geht.

    Gestern beim auffahren auf die Autobahn auf der Beschleunigungsspur, Blinker, Fuss auf's Gas und durchgetreten.....erst passiert gar nichts, dann dreht der Motor gemächlich hoch und dann kommt irgendwann der Punch, das Getriebe schaltet runter und es geht vorwärts.

    Auch beim schnellen rausfahren aus einer Einfahrt in den fliessenden Verkehr z.B. es dauert gefühlt ewig bis der Bock mal Fahrt aufnimmt.


    Ich habe mir mittlerweile angewöhnt mit den Schaltwippen runterzuschalten oder auf dem Sportmodus zu fahren weil's mich einfach nervt das der Bock so träge ist.


    Habt ihr ähnliche Erfahrungen? Kann man da was ändern, neue Software oder was?


    Danke schon mal für eure Antworten

  • Na ja, zwischen durchtreten und durchtreten gibt es den Unterschied der Geschwindigkeit, mit der man das Gaspedal durchtritt. (Kick down). Einfach mal schnell drauf treten, dann schaltet er sofort runter. DSG fahren ist halt kein Handschalter.

  • ChristianKodiaq


    ich weiß schon was KickDown ist, mir ist das Prinzip bekannt, ich hatte jedoch noch nie ein Fahrzeug mit Automatikgetriebe bei dem es so lange dauert bis der Motor die Drehzahl annimmt und das Getriebe zurück schaltet. Jedesmal voll durchtreten ist ja nicht zielführend, mir fehlt einfach das feine ansprechen wenn man Gas gibt, entweder es dauert bis was passiert oder es drückt einen in die Sitze. Die Leistungsentfaltung muss doch flüssiger von statten gehen.


    Big_A


    Vielen Dank, ich schau mal nach

  • Was für ein Fahrerprofil hast eingestellt. Bei Comfort und Normal ist die Gaspedalstellung anders konfiguriert als im Sportmodus. Im Sportmodus sollte er zügiger schalten. Auch lernt sich das Auto die Fahrweise des jeweiligen Fahrers an. Wenn du immer vorsichtig und zögerlich am Gaspedal stehst weiss es das Auto. Deswegen wird es nie in richtigen kickdown annehmen. In diesem Fall muss man die gespeichertenAbgaswerte und Schaltsequenzzeiten zurücksetzen und das Auto neu anlernen.

  • Für diese Aussage "Auch lernt sich das Auto die Fahrweise des jeweiligen Fahrers an." hätte ich gerne einmal eine Quelle wo du dies her hast. Dies war schon oft Thema hier, nachweisen konnte es bis jetzt noch niemand. Es ist auch nicht wirklich glaubhaft für mich. Mit dem trägen DSG kann ich bestätigen, habe dazu auch schon einmal was geschrieben. Allerdings stimmt es auch das es im Sportmodus zügiger geht. Hier werden aber die Gänge für mich zu weit ausgefahren und es dauert zu lange bis zum nächsten Schaltvorgang.


    Mich persönlich würde einmal die Schaltweise beim TSI mit DSG interessieren. Bin vor kurzem einmal einen 1.5 TSI mit 150PS Octavia gefahren, der war so was von flüssig, dass man kaum was gemerkt hat und es war in jeder Situation der optimale Vortrieb da. Da hab ich mich dann wirklich geärgert als ich wieder in meinem 🐻 saß. Da sind Welten dazwischen. Auch das Gaß war viel schneller da und müsste nicht so durchgetreten werden um vorwärts zu kommen. Die ersten paar Meter hatte ich beim anfahren oder beim beschleunigen nach Kurven immer kurz Durchdrehente Räder, da ich das schnelle Ansorechverhalten nicht gewohnt war.

  • Für diese Aussage "Auch lernt sich das Auto die Fahrweise des jeweiligen Fahrers an." hätte ich gerne einmal eine Quelle wo du dies her hast. Dies war schon oft Thema hier, nachweisen konnte es bis jetzt noch niemand. Es ist auch nicht wirklich glaubhaft für mich.

    Es muss nicht glaubhaft sein es ist einfach ein Fakt. Die Fahrweise wird in Steuermodul des Getriebes und Motors hinterlegt.

    Ein neues Getriebe schaltet am Anfang ruppig, bis man es anlehnt. Jeder Neuwagen wird im Werk ein paar Km eingefahren um unter anderem diese Ruckler zu beseitigen. Den Rest macht der Endbesitzer. Deswegen durchläuft das Fahrzeug am Anfang eine Einfahrphase. Die tatsächlichen Schaltzeitsequenzen muss das Fahrzeug lernen im Fahrbetrieb. Es ist nun mal so. Warum ich das weiss? Nun ja, ich verdiene meine Brötchen damit.

    Aber wenn du es selbst herausfinden möchtest, fahr zu einer freien Werkstatt oder zum :) und lasse dir wie gesagt die Abgas- und Getriebewerte zurücksetzen dann kannst du dein Fahrzeug neu anlernen. Dann siehst du es selbst. So wie du das Auto anlernst, so fährt es später.

  • Dann frage ich mal anders. Wie soll das Fahrzeug lernen, wenn es z.B. 3 Fahrer gibt. Jeder fährt anders und es ist nichts personalisiert.

    Also wie soll es das Steuergerät denn dann feststellen?

    unglaublich das es heutzutage Computer und inteligente Technick gibt. Und ja die NASA war noch nie auf dem Mond.


    Schon mal unter die Motorhaube geguckt. Das sind paar Teile mehr verbaut als dahmals beim Golf 1. Keine Ahnung wozu diese Teile gut sein sollen.

  • Genau so wie es Duese beschreibt habe ich es auch, der Golf 7 meiner Tochter und der Seat Leon meiner Frau schaltet da viel zügiger und sauberer. Auch die Motordrehzahl ist viel schneller da, event. weil beide Benziner sind.

    Ich fahre meist im Normal Modus, gehe aber nicht zimperlich mit dem Gaspedal um. Wenn man auf der Autobahn bei 140 Km/h mal überholen will und zieht bei 140 auf die linke Spur und gibt Gas passiert gefühlt 5 Sek. nichts und man denkt was ist denn nun, schalte doch mal runter und gib Feuer. Bis die Automatik aufwacht habe ich mit den Wippen schon runter geschaltet.


    Arratorr wenn das Fahrzeug die Fahrweise lernt dann müsste es theoretisch auch eine forschere Fahrweise lernen und die Steuergeräte ständig überschreiben, nur so sieht lernen für mich aus. Wer bestimmt wann der Lernprozess beendet ist, woran sehe ich das?

  • Servus,


    nach über 72 tkm kann ich bestätigen, dass sich das Schaltverhalten des DSG verändert. Das geschieht nicht von jetzt auf gleich, sondern ist ein eher schleichender Prozess. Ob das nur vom "Bediener" anhängt oder auch von der Steuerungssoftware, weiß ich nicht. In der kälteren Jahreszeit schaltet das DSG nach und nach etwas träger und später. Das kann wie gesagt daran liegen, dass ich (unbewusst) etwas vorsichtiger unterwegs bin und/oder der Verkehrsfluss im Allgemeinen durch die längeren Dunkelphasen morgens und abends allgemein langsamer ist. Oder es ist seitens Skoda grundsätzlich so programmiert bzw. durch die äußeren Bedingungen veranlasst. In der wärmeren Jahreszeit und bei längeren Phasen des schnelleren/hektischeren Leistungsabrufs wird auch in der normalen Getriebestellung (D) etwas früher geschaltet. Trotzdem ist immer noch ein deutlicher Unterschied im Schaltverhalten zwischen D und S vorhanden.


    Was ich definitiv nicht habe, ist das von einigen User beschriebene "Nicht-Schalten" des DSG beim Tritt auf das Gaspedal. Dass der 190 PS-TDI erst ab 1.900 U/min sein volles Drehmoment und deshalb ein größeres Turboloch hat, ist bekannt und auch bei mir so. Ich habe gelernt, damit umzugehen und finde es nicht allzu schlimm. Wenn ich schnell Leistung will bzw. brauche, schalte ich in den Getriebemodus S oder auch mal per Paddel einen Gang runter. Das gilt vor allem für BAB-Auffahrten oder vor Überholvorgängen auf Landstraßen - das habe ich früher aber auch bei Handschaltern gemacht. Auch beim Passat B7 (6-Gang-DSG) über 180 tkm und beim Insignia ST (6-Gang-Wandler) über 90 tkm musste hier ggf. von Hand nachgeholfen werden.


    Allerdings kann es sein, dass durch das Umstellen auf die WLTP-Messmethode dem DSG beim Kodiaq eine grundsätzlich trägere Reaktionszeit anprogrammiert wurde, um die Verbrauchsdaten möglichst niedrig zu halten. Das können aber nur Insider verlässlich beantworten, wäre für mich aber die einzige Erklärung zu dem beschriebenen Phänomen der "Leistungsverweigerung".


    Viele Grüße

    Andy-Bundy

  • unglaublich das es heutzutage Computer und inteligente Technick gibt. Und ja die NASA war noch nie auf dem Mond.


    Schon mal unter die Motorhaube geguckt. Das sind paar Teile mehr verbaut als dahmals beim Golf 1. Keine Ahnung wozu diese Teile gut sein sollen.

    Wäre nett, wenn Du mal ordentlich und sachlich antworten könntest und nicht so überheblich. Nicht jeder ist so ein "Genie" wie Du.

  • Also die DSG Anlernerei habe ich bei meinen Yeti durch, und habe ich auch bei meinem Kodi durch. Was es gebracht hat? Nix...gaaaar nix...0...niente.


    Unsere Motoren sind aufgrund WLTP, CBD, BMX, CPU, was weiß ich noch alles ;-) so zugeschnürt um die Grenzwerte einzuhalten. Du sollst laaaangsam anfahren, früh hoch schalten, spät zurück schalten...so will es der Hersteller weil es das Gesetz so will. Wie sie das dann machen, ist egal...Hauptsache Grenzwerte sind WLTP konform. Und das ist das unverschämte an der Sache, wir müssen damit leben oder ein anderes Auto das nicht aus dem Konzern kommt kaufen. Die VAG Getriebe,nein das GaspedalPoti, haben das schon seit Jahren mit dieser Gedenksekunde - und durch WLTP isses eben nicht besser geworden.


    Meine Möglichkeiten:

    Daran gewöhnen - Nein

    Mit Skoda streiten - bringt nix

    Damit leben - doppelNein


    Meine Lösung für das Problem ist vollzogen...jetzt fahre ich ein Auto mit flinkem DSG, und einem Motor dessen 190PS spürbar sind...

  • Allerdings kann es sein, dass durch das Umstellen auf die WLTP-Messmethode dem DSG beim Kodiaq eine grundsätzlich trägere Reaktionszeit anprogrammiert wurde, um die Verbrauchsdaten möglichst niedrig zu halten. Das können aber nur Insider verlässlich beantworten, wäre für mich aber die einzige Erklärung zu dem beschriebenen Phänomen der "Leistungsverweigerung".

    Das vermute ich auch. Mein vorheriger Tiguan mit dem 184-PS-Diesel-Aggregat und ebenfalls mit DSG war auch kein Ausbund an Spritzigkeit, aber in dem Punkt immer noch besser als der Kodiaq. Wenn ich vorher schnell anfahren musste (Bergauf auf die Hauptstrasse bei relativ dichtem Verkehr), ging das relativ gut. Mit dem Kodiaq fast ein Unding, man gibt Gas und das Auto tuckert träge los. Da kann man auch schon mal 21, 22, 23 langsam zählen, also gefühlte 2-3 Sekunden. Wenn man dann schon wieder bremsen möchte, kommt auf einmal der Vortrieb. Auch das von anderen schon angesprochene auf die BAB auffahren oder schnelle Überholvorgänge auf der Landstraße ist nicht mehr so einfach wie früher. Das Thema wurde jedoch schon in einige Threads hier drin beschrieben und beantwortet, ich bin aufgrund der mitgeteilten Erfahrungen (Danke an der Stelle an diejenigen, die diese Infos hier mit allen teilen!:thumbup:) schwer am Überlegen, mir eine PedalBox zu bestellen.

  • ich bin aufgrund der mitgeteilten Erfahrungen (Danke an der Stelle an diejenigen, die diese Infos hier mit allen teilen!:thumbup:) schwer am Überlegen, mir eine PedalBox zu bestellen.

    Ursus maritimus Denk nicht drüber nach, bestell das Ding. Du hast 30 Tage Geld zurück Garantie, ich jedenfalls geb meine nimmer zurück. Bestell Dir am besten die mit Bluetooth App Steuerung vom Smartphone aus, dann kannst das Ding verstecken...und umstellen, oder auch deaktivieren ;-)

  • Ursus maritimus Denk nicht drüber nach, bestell das Ding. Du hast 30 Tage Geld zurück Garantie, ich jedenfalls geb meine nimmer zurück. Bestell Dir am besten die mit Bluetooth App Steuerung vom Smartphone aus, dann kannst das Ding verstecken...und umstellen, oder auch deaktivieren ;-)

    Pedalbox ist eine geile Sache. Kann man noch jede menge Power herausholen.:thumbup:

  • Bin vor kurzem einmal einen 1.5 TSI mit 150PS Octavia gefahren, der war so was von flüssig, dass man kaum was gemerkt hat und es war in jeder Situation der optimale Vortrieb da.

    Dem kann ich nur zustimmen. Es gibt keine Gedenksekunde und er hängt flüssig am Gas. Beim Beschleunigen(kein Kickdown) schaltet er sofort runter.

    Wenn ich jedoch den E-Modus einschalte möchte ich beim beschleunigen am liebsten schieben helfen.

  • Vielleicht liegt es auch daran, wenn der Ein oder Andere die Start Stop Automatik manuell deaktiviert. So steht es im Handbuch.


    Modus Eco

    Lesen und beachten Sie zuerst auf Seite 261.

    Der Modus ist für eine gelassene Fahrweise geeignet und hilft, Kraftstoff zu

    sparen.

    Die Auswahl dieses Modus betrifft vor allem die Funktionsweise der folgenden

    Systeme.

    Antrieb

    Die Fahrzeugbeschleunigung erfolgt gelassener als im Modus Normal.

    Die Gangempfehlung wird so gesteuert, um einen möglichst geringen Kraftstoffverbrauch

    zu erzielen » Seite 46.

    Wurde das START-STOPP-System manuell deaktiviert » Seite 213, dann wird

    dieses automatisch aktiviert.

    Das automatische Getriebe wird automatisch in den Modus E eingestellt » Seite

    218. 