Beiträge von grautvornix im Thema „4x4 und Ganzjahresreifen - Meinung dazu“

    Also Grautvormix. Habe gerade mal bei der HUK angerufen und mich erkundigt. Das würde ich gerne mal sehen was angeblich in der Police steht. Der Berater sagte mir : Voller Versicherungsschutz bei GJR mit Alpine Symbol!


    Winterreifen/Allwetterreifen: Bislang reichte das bekannte M+S-Zeichen als Winterreifen-Kennzeichnung aus. Für seit 1. Januar 2018 produzierte Winter- oder Allwetterreifen ist das sogenannte Alpine-Symbol (Schneeflocke) Pflicht.


    Die HUK definiert das so...HUK


    ...ich mag mich ja täuschen aber da ich bei einer anderen Versicherung eben nen guten Draht hin habe kam als Antwort "GJR mit entsprechendem Symbol sind im Winter zulässig, Unfälle im Winter werden im Einzelfall aber gesondert geprüft inwieweit ein GJR tatsächlich als "ausreichende Winterbereifung" gennat werden kann. Auf Nummer Sicher geht man mit einem reinen Winterreifen bei Schnee und Eis" ...für mich ist das so erklärt.


    Dosmil: siehe oben. Wenn sie ein Symbol haben gebe ich dir recht. Ich kenne mich mit der Problematik leider nur zu gut aus. Ich bin allein in den letzten 10 Jahren über eine halbe Million Kilometer gefahren. Kreuz und Quer durch Europa mit den unterschiedlichsten Fahrzeugen, Reifen und bei unterschiedlichsten Witterungsbedingungen.


    Was ich nur wirklich nicht begreife ist, warum sich Menschen ein Auto für Summe x kaufen und dann als Argument für GJR sagen "der Wechsel etc ist mir zu teuer". Jeder hat andere Prioritäten...aber das als Grund?

    Dosmil: bevor man beleidigend wird und andere der Lüge bezichtigt, sollte man sich informieren. Ja, es gibt Allwetterreifen, welche die M&S Kennzeichnung bzw. das Alpin Symbol haben. Da gebe ich dir recht. Aber auch noch genügend die es nicht haben.

    Allerdings stützt sich meine Aussage darauf, was zum Beispiel die Versicherung HUK Coburg dazu in ihren Policen schreibt. Darauf haben auch schon diverse Automagazine etc hingewiesen. Ein Freund der als Schadenssachbearbeiter tätig ist, hat mir gleiches berichtet.


    Ob deine heiligen GJR ne Kennzeichnung haben oder nicht, ist hier nicht das Thema. Meine Aussage war das zum einen Versicherungen bei GJR mit oder ohne Kennung trotzdem den Sachverhalt bei einem Unfall anders angehen als mit Winterreifen (zumindestens bei Unfällen im Winter)...und zum anderen die eben schlechteren Fahreigenschaften es MIR PERSÖNLICH nicht Wert ist ein Risiko einzugehen. Das war es auch und nicht mehr oder weniger.

    So lange Versicherungen im Fall eines witterungsbedingten Unfalls die Kostendeckung sehr genau prüfen (und den Kasko Schutz auch teilweise von Vorneherein ausschließen) wenn keine eindeutige Reifensorte (also Winterreifen im Winter) montiert sind...dann ist es keine Alternative einen GJR zu fahren.


    Das Risiko mich und meine Mitfahrer bzw. andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden sind mir die paar Euro und auch keine Bequemlichkeit wert. Egal ob man in der Stadt unterwegs ist oder auf dem Land, in den Bergen oder im Flachland.

    Es ist einfach nur lustig zu sehen wie manch einer hier krampfhaft seine Entscheidung verteidigt, obwohl er merkt das er keine sinnigen Argumente hat.

    Da wird dann gesagt, dass beim Kleinwagenreifentest die GJR ja andere sind als bei der eigenen Reifengröße und keinen Bezug dazu haben^^... klar haben die ne andere Größe und nen anderen Tragfähigkeitsindex etc. aber die prinzipielle Gummi-Mischung ist annähernd gleich (obacht...annähernd).


    Man könnte jetzt auch jeden anderen Test der letzten Jahre heranziehen. Letztes Frühjahr hat die Autobild SUV Reifen getestet und das gleiche gesagt wie der ADAC Test. Aber beim ADAC arbeiten ja nur gekaufte Null-Checker und die Autobild ist ja nur nen Boulevard Blatt.


    Getestet wird bei definierten Extrembedingungen von bis. Ja, aber genau durch solche Tests weiß man das man sich auf ein Produkt in dieser Range verlassen kann oder eben nicht. Beim europäischen Standartwetter muss jeder das gleiche Leisten.


    Ich arbeite eng mit der allgemeinen Messtechnik zusammen und egal in welchem Bereich gibt es zuvor festgelegte Prüfszenarien.

    Meine Kunden gehen auch davon aus das meine Bauteile bei 25° unauffällig funktionieren. Wollen aber wissen was bei -40° oder +70° passiert.


    Sicher sind Winterreifen bei +20° eine Katastrophe, genau so wie auch Sommerreifen bei 0°...was aber nicht für GJR spricht.

    Hdeggers: aktuell habe ich das VW Reifenpaket nicht weil es bei meiner Reifengröße einfach in der Leasing fast 1000€ mehr gekostet hätte wie selbst drum kümmern, es vorher aber auch im VW und Audi gebucht. Einen schlechten gab es da nie. Nur beim Insignia Opel hatten sie nen Baumnarkt Gummi aufgezogen...Katastrophe und zum Glück nur 3 Monate nutzen müssen.

    Sonst waren es über all die Jahre immer Reifen von den oberen 3 Plätzen der Testberichte. Weil Marke ja leider nicht immer gleich gut oder sehr gut ist.

    Horizon: jeder Test zeigt, Allwetterreifen sind bei keinem Wetter wirklich gut. Ja, sie haben bei mittleren Temperaturen und Regen teilweise bessere Eigenschaften als ein Saisonreifen, aber sie verschleißen bei hohen Temperaturen mehr, haben schlechteren Grip auf Schnee im Vergleich zu hochwertigen Winterreifen und sind oftmals auch lauter was die Abrollgeräusche betrifft im Vergleich zum Sommergummi. Ob man jetzt in der Stadt oder aufm Land in eine Situation kommt das es schneit, tut nichts zur Sache. Bleibt er liegen und man will drauf fahren schert sich weder Schnee noch Reifen drum wo er sich grade befindet. In der Stadt mit weniger Ausweichfläche neben der Strasse und mehr Verkehrsteilnehmern vielleicht sogar kritischer.

    Wir reden jetzt nicht vom Hochgebirge im Winter oder 40°C in Südspanien.


    Der ADAC Test sagt im letzten Satz das entscheidende: Die Bestleistungen der spezialisierten Sommer- beziehungsweise Winterreifen erreichen sie nicht.

    Auch hat keiner die Testnote gut oder Sehr gut erhalten wie im Winterreifen bzw. Sommerreifen Test.

    Das sollte einem dann schon zu denken geben. Natürlich gibt es unterschiedliche Nutzungsprofile für ein Fahrzeug. Aber im Strassenverkehr mit der Einstellung "passt schon" zu agieren ist gefährlich und sollte kein Thema von Kosten sein.

    Dosmil: Die brauchst du nicht nur aus Versicherungstechnischen Gründen, sondern auch weil sie physikalisch besser sind bei kalten nassen Witterungsbedingungen.. Rutscht du auf Eis mit nem Lack oder Turnschuh aus, zahlt auch keine Versicherung. "an die Witterung angepasste Bekleidung" heisst es dann. Beim Auto ist es nicht anders. Ich wohne in Köln und bin bei Schneeregen schon 2x in der Innenstadt auf Winterräder kontrolliert worden. Zu recht weil einige schon darauf nicht klar kamen. Und richtig Schnee in Köln ist ungefähr so wie Sturmflut in München.;) Trotzdem...selbst wenn es nur 1x im Jahr ist, dann kann man sich auf sein Auto verlassen.

    Was den Sicherheitsaspekt und Verbote betrifft sind einige Versicherungen schon dazu übergegangen entsprechende Klauseln in ihren Policen einzubauen. Manche schließen darin die Haftung bei Allwetterreifen aus.

    Wenn ich mir überlege ein Auto anzuschaffen, dann muss ich auch die Kosten berechnen die über den Anschaffungspreis hinaus gehen.

    Sei es der Sprit den das Fahrzeug verbraucht, die Steuern, Versicherung, Werkstatt und auch Verschleißteile usw...kann ich es mir nicht leisten muss ich halt was anderes kaufen.


    Aber bei der Sicherheit zu sparen, ist sparen am falschen Ende. Und da gehören neben z.B. Bremsbelägen vom Markenhersteller auch ordentliche Winter-und Sommerreifen vom oberen Bereich der jährlichen Testergebnisse.

    Bevor ich mir "tolle Felgen für Summe X" kaufe oder UNBEDINGT das Glas-Panorama Dach bestelle-lege ich mir die Summe lieber für die Reifen zurück.

    Oder dann lieber einfache Stahlfelgen auf super Saison-Spezifischen-Reifen! Ein Allwetter Gummi ist IMMER ein Kompromis.

    Ja sie sind besser geworden in den letzten Jahren, aber nicht gut.


    Und da tut es auch nix zur Sache das ich die in der Firmenleasing inkl. habe. Auch unser Privatwagen wird halbjährlich gewechselt und die Reifen zahl ich selbst.

    Es gibt kein Argument was für diese Allwetter Dinger spricht. Es ist nur bequemlichkeit entweder sich nicht selbst die 30min ans Auto zu hocken oder mal eben ne Werkstatt anzufahren.

    Auch kein "ich fahre bei schlechtem Wetter nicht" Argument. Wofür habe ich ein Auto? Um meinen Nachbarn/Verwandten zu imponieren? Mein Ego aufzupolieren? Oder um in quasi jeder Situation von A nach B zu kommen? Das hat nix mit "sich etwas beweisen" zu tun...dann schneit oder friert und der Allwetter Fahrer MUSS doch das eigene Auto benutzen...fährt dann mit Schrittgeschwindigkeit und hält alle auf, oder baut nen Unfall und gefährdet dadurch womöglich noch andere...

    ...ich würde die Dinger verbieten. Ich weiß nicht in wievielen Staus ich schon gestanden bin, weil irgend so ein Stratege mit Allwetter-Gummis vor einem nicht parat gekommen ist.


    Auch das Argument von Digidoctor sehe ich nicht. Kauft man Qualität bei Gummis und Felgen und lässt sich diese vom Fachbetrieb montieren und wuchten bleibt das Auto abgestimmt. Mal davon abgesehen reden wir hier nicht über einen Hochleistungs-Rennwagen und sind alle auch keine Profis wie ein Michael Schumacher es bei seinem Formel 1 Auto war was 1/10gramm Änderung hier und 2/10gramm Änderung da ausmacht...trotz vielleicht 50.000km im Jahr.